Stromausfall was tun? Ratgeber

Stromausfall

Kein Strom im Haus? Keine Panik, wenn die Lichter ausgehen

Doch was tun, wenn er doch einmal stundenlang oder gar tagelang ausfällt? Auch wenn ein Stromausfall heutzutage sicherlich vergleichsweise selten vorkommt, sollte man einige Dinge beherzigen und kann durchaus Vorkehrungen treffen, damit die aufsteigende Panik in einem solchen Fall nicht überhandnimmt. Hier ein paar hilfreiche Tipps:



– Zunächst sollte man die wichtigsten Nummern in seinem Handy bzw. Smartphone gespeichert haben, hierzu zählt auch die Nummer des Stromversorgers.

Es ist wichtig, dass man sich die Frage beantwortet: was ist geschehen? Handelt es sich nur um einen Stromausfall in meinem Haushalt oder ist die ganze Straße betroffen? Ein aufgeladenes Handy nebst Telefonnummer des Stromversorgers ist grundlegend wichtig, da die meisten stationären Heimtelefone funktionieren oftmals ohne Strom nicht mehr. Stattdessen sind sie an einen Router angeschlossen oder die Basisstation benötigt Strom.

Stromgeneratoren

– Nicht die Feuerwehr oder Polizei informieren, wenn der Strom ausgefallen ist. 

Wählen Sie bei einem Stromausfall nicht die 110 oder die 112, denn hier handelt es sich nicht um einen Notfall und diese Nummern sollten dafür reserviert bleiben. Zudem kann man davon ausgehen, dass bei einem Stromausfall in einer ganzen Straße sehr viele Anrufe bei der Polizei und Feuerwehr eingehen und diese die Leitungen derart überlasten, dass echte Notfalle nicht mehr durchgehen. Ein Anruf beim Stromversorger wird eine schnellere und detaillierte Auskunft ermöglichen.

– Legen Sie sich eine Taschenlampe, ein paar Kerzen und Streichhölzer parat. 

An einem bestimmten Platz in Ihrem Haus bzw. Ihrer Wohnung sollten Sie ein paar Kerzen, Kerzenhalter, Taschenlampe und Streichhölzer parat legen. Vielleicht nutzen Sie eine Küchenschublade für eine solche „Notfallration“. Denken Sie auch stets daran, genügend Batterien für die Taschenlampe dabei zu haben. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass aufladbare Akkus nicht zu empfehlen sind, da die „Notfallbatterien“ immer einen vollen Ladezustand aufweisen sollten.



– Schalten Sie alle Elektrogeräte aus. 

Achten Sie nach Möglichkeit darauf, dass alle elektronischen Geräte, die Sie vielleicht zum Zeitpunkt des Stromausfalls in Betrieb hatten, abgeschaltet werden. Warum das? Da es zu einem „Einschalt-Rush“ kommt, sobald der Strom wieder zu fließen beginnt. Dies hat zur Folge, dass eine Menge Geräte auf einmal wieder Strom beziehen und so in kürzester Zeit eine Menge Energie gebraucht wird. Im schlimmsten Fall springt die Sicherung heraus. Selbstverständlich können Sie auch ein kleines Radio oder eine Lampe in Betrieb lassen, damit Sie feststellen können, wann der Strom wieder fließt.

– Ein batteriebetriebenes Radio oder ein Kurbelradio.

Nutzen Sie ein Radio, welches durch Batterien betrieben wird, um aktuelle Nachrichten und Geschehnisse zu verfolgen. Auf diese Art und Weise bleiben Sie auf dem Laufenden, wenn Behörden oder Stromversorger Neuigkeiten herausgeben. Auch hier erlauben Sie den Hinweis, dass genügend Batterien als Ersatz vorhanden sein sollten.

– Halten Sie den Kühlschrank und die Gefriertruhe bei einem Stromausfall geschlossen. 

Um diese Kühlgeräte brauchen Sie sich zunächst keine Sorgen zu machen, denn mit Hilfe der restlichen Kälte halten sie noch einige Stunden durch. Aus diesem Grund sollten Sie die Türen auch geschlossen halten, damit diese restliche Kälte nicht (noch) schneller entweicht.

– Einen Notkocher zur Hilfe nehmen und Vorratsdosen anlegen.Stromausfall Notkocher

Einen Notkocher in Form eines Gas- oder Campingkochers und Dosenvorräte als Notnahrung sollten Sie stets im Haus haben. Eine Verwendung des Gaskochers im Wohnzimmer verbietet sich selbstverständlich aufgrund seiner Gefährlichkeit. Eine Nutzung im Freien ist am besten und ungefährlichsten, sofern die Möglichkeit hierzu besteht. Und wovon soll man sich ernähren? Verfügung Sie über Notnahrung? Butter wird relativ schnell weich, diese aufs Brot schmieren – fertig. Zudem sollten schnell verderbliche Lebensmittel zuerst verbraucht werden.




 

– Die Trinkwasserversorgung im Ernstfall. 

Das Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel für den Menschen – und das mit Abstand. Ein Erwachsener sollte mindestens 2 Liter Wasser am Tag zu sich nehmen. Ein Überleben ohne Wasser ist maximal drei Tage möglich. Doch was tun, wenn keine Wasservorräte vorhanden sind? Oder wenn durch den Stromausfall auch die öffentliche Wasserversorgung gestört ist? Es gibt auch in einem solchen Fall genügend Möglichkeiten, an Wasser zu gelangen: ein nahegelegener See, Regenwasser, Oberflächenwasser etc. Allerdings muss hier beachtet werden, dass die meisten Gewässer, die in der Natur vorkommen, vor dem Verzehr gereinigt werden müssen. Das Wasser sollte also zuvor gefiltert, gereinigt und auch desinfiziert werden, um das Risiko von Bakterienbefall oder Virenbefall so gering wie möglich zu halten. Die Lösung ist ein Wasserfilter. Ein Wasserfilter kann sowohl käuflich erworben als auch – als Notlösung – selbst gebaut werden.

Hierzu benötigen Sie eine Plastikflasche (Trinkwasserherstellung reicht für ein bis zwei Personen), ein weiteres Gefäß, Kies, feinen Kies, Sand, Stoff oder Watte und Holzkohle. Nehmen Sie die Flasche und machen Sie ein Loch von zwei bis drei cm Durchmesser in den Boden. Wenn die Möglichkeit vorhanden ist, waschen Sie die Kohle zuvor ordentlich mit Wasser. Auf dieses Loch geben Sie nun den Stoff bzw. die Watte, dann eine Schicht Kohle, dann Sand, dann den feinen Kies und schließlich den Kies. Oben drauf legen Sie erneut ein Stück Stoff oder Watte. Unten drunter stellen Sie das zweite Gefäß. Wenn Sie nun das naturbelassene Wasser in die Flasche geben, so wird es Stück für Stück gefiltert, indem zunächst der gröbste Schmutz durch den Stoff und die Kieselschicht herausgefiltert werden. Mit jeder Schicht, die das trübe Wasser die Flasche durchquert, werden feinere Schmutzpartikel aus dem Wasser abgetragen, so dass am Ende eine vergleichsweise klare Flüssigkeit herauskommt. Sie können diesen Vorgang auch mehrfach wiederholen. Je öfter Sie das Wasser filtern, desto besser ist das Resultat – klares Trinkwasser mit möglichst wenigen Bakterien. Wenn Sie mehr als zwei Personen in Ihrem Haushalt haben, verwenden Sie statt einer Flasche einfach einen Eimer. Die Vorgehensweise und der Schichtaufbau bleibt derselbe.

– Verwenden Sie zum Wärmen einen Wintermantel statt die Heizung aufzudrehen. 

Fällt auch die strombetriebene Heizung aufgrund eines Stromausfalls aus, sollten Sie Decken und dicke Winterbekleidung zum Wärmen nutzen. Hierzulande reicht dies für einen gewissen Zeitraum aus.

– Stromgenerator für Notfälle. Stromausfall was tun

Verfügen Sie über einen Stromgenerator, so sollten Sie diesen im Freuen verwenden, denn hierbei können giftige Gase austreten. Schließen Sie in keinem Fall Ihren Kühlschrank oder Ihren Herd an. Hingegen ist eine kleine Lampe oder auch das Telefon kein Problem.

 Auch eine Photovoltaikanlage kann einen Stromausfall überbrücken.

Besitzen Sie eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach? Keine Sorge, der interne Stromspeicher der Anlage überbrückt einen Notfall. Allerdings werden von diesem lediglich kleinere Geräte ausreichend versorgt.

– Räumen Sie Stolperfallen beiseite.

Um auch „im Dunkeln“ die Sicherheit bewahren zu können, sollten Sie Stolperfallen wegräumen und Ordnung schaffen. Anderenfalls ist die Verletzungsgefahr groß.

– Auch nach einem Stromausfall gilt: Nicht alle Geräte wieder auf einmal anschalten. 

Auch wenn der Stromausfall behoben wurde, schalten Sie die Geräte erst nach und nach wieder ein. Es besteht immer die Gefahr, dass das Stromnetz (erneut) zusammenbricht. Und dann geht alles wieder seinen gewohnten Gang: Überprüfen Sie aber unbedingt die Lebensmittel im Kühlschrank. Stellen Sie zudem Ihre Uhren neu.

Wenn das Licht plötzlich aus geht und es dunkel wird, bewahren Sie Ruhe! Hektik kann die Situation nur noch schlimmer machen. Bereits wenige Vorbereitungen erleichtern die Reaktion bei einem (längerfristigen) Stromausfall. Eine Taschenlampe nebst Batterien, Kerzen, Streichhölzer oder ein Feuerzeug. Dazu ein batteriebetriebenes Radio. Vielleicht haben Sie auch einen Stromgenerator. Packen Sie all diese Dinge an einen Platz, damit Sie im Fall eines Stromausfalls nicht erst danach suchen müssen. Schauen Sie sich zudem Ihren eigenen Verteilerkasten einmal genau an, so dass im Falle eines Stromausfalls nicht Panik ausbricht. Auf diese Weise entsteht ein Gefühl der Sicherheit. Eine Eingrenzung des Problems kann dieses Gefühl noch etwas verstärken, denn wenn man das Problem kennt, kann man die Lösung entsprechend einleiten bzw. weiß, was zu tun ist. Dabei hilft oft auch schon ein Gespräch mit dem Nachbarn. Geht es ihm genauso? Und keine Panik was Ihren Kühlschrank betrifft, auch dieser hält einige Stunden ohne Stromzufuhr aus. Vermeiden Sie jedoch unnötiges Öffnen der Tür.


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