Warum Krisenvorsorge?

Warum ist Krisenvorsorge heute wichtig?

Die Nachrichten berichten von vielen Einzelfällen, die sich doch zu häufen scheinen und immer weiter in unsere Regionen vordringen. Oft handelt es sich hier um Problematiken die eine kleine Anzahl von Menschen betreffen, das muss allerdings nicht immer so bleiben. Egal ob Krieg, Naturkatastrophe oder nur ein länger andauernder Stromausfall, für den Ernstfall sollte man gewappnet sein. Sie sollten daher vorsorgen und sich einen gewissen Vorrat an bestimmten Dingen anlegen.

Prepper was ist das?

Krisenvorsorge Lebensmittel VorratEs gibt bereits einen entsprechenden Terminus „Prepper“. Dieser Begriff leitet sich aus dem englischen Verb „preperation“ ab, was so viel bedeutet wie „vorbereitet sein“. Sie sind das Oberhaupt der Familie und möchten Ihre Familienmitglieder im Ernstfall beschützen und versorgen können. Durch die Vorbereitung und die zusätzlichen Überlebensmittel sind diese Menschen sehr gut ausgestattet und erhöhen damit die Lebenschancen aller Beteiligten beträchtlich.

Früher war den Menschen diese Tatsache noch eher bewusst als heute, denn in unserer stark globalisierten Welt, in der wir immer und zu jeder Zeit Zugang zu frischen Lebensmitteln haben, hat sich die Mentalität der Menschen dahingehend verändert, lieber dann zu kaufen wenn Sie etwas brauchen nicht weil Sie vorsorgen möchten.

Im Vordergrund steht ganz einfach die Hinterbliebenen zu schützen und auf eine Katastrophe vorbereiten zu können. Fangen wir zunächst ganz vorne an und beschränken uns auf die aktive Informationsbeschaffung. Wie sieht die derzeitige Vorsorge der Bundesregierung im Ernstfall aus? Wo können Sie sich Informationen beschaffen und wie genau sieht eine gute Vorbereitung aus?

Wie gut ist unsere Bundesregierung auf einen Ernstfall vorbereitet?

Krisenvorsorge Deutschland Zuerst einmal ist es wichtig sich darüber zu informieren, wie gut unsere Bundesregierung eigentlich auf einen Ernstfall vorbereitet ist. Auf der Website des Bundesamts für Bevölkerungsschutz finden Sie eine 26 Seiten lange Broschüre zu diesem Thema. Hier finden Sie Tipps und Tricks der Regierung, wie Sie sich in bestimmten Notfällen zu verhalten haben. Fakt ist, es handelt sich hier lediglich um einen Ratgeber, nicht aber um ein ausgeklügeltes und ausgereiftes Notfallprotokoll. Denn so etwas, ein Zivilschutzprogramm, besitzt die derzeitige Bundesregierung nicht.

Allerdings ruft Sie im gleichen Atemzug zu Hamsterkäufen auf – erstmals seit 1989! Handelt es sich hier also um reine Schutzmaßnahmen? Ankurbeln der Wirtschaft? Oder gibt es doch einen künftigen Ernstfall auf den wir uns vorbereiten müssten? Wie bereits erwähnt verfügt unsere derzeitige Bundesregierung über keinen geeigneten Notfallplan und rät der Bevölkerung daher, sich Lebensmittel, Medikamente, Wasser und Stromversorgungsapparate anzuschaffen, die einen Zeitraum von 10 Tagen überbrücken können. Dies ist die Dauer die die Bundesregierung im Krisenfall benötigen würde, um Deutschlands Einwohner flächendeckend versorgen zu können.

Auch wie vor kurzem erst schmerzlich festgestellt hält auch der Terror mehr oder weniger Einzug in deutschen Großstädten. Ausgangssperren sind jetzt keine Imagination mehr sondern knallharte Realität. Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Situation könnten solche Szenarien in Zukunft häufiger als gewünscht auftreten. Sie betreffen eben doch den einzelnen Bürger und sind daher ein Risiko das durchaus einkalkuliert werden muss.

Im neuen Zivilschutzkonzept des Jahres 2017 können Sie sich nun selbst ein Bild davon machen, wozu die Bundesregierung rät und welche Schritte einzuleiten sind. In diesem Protokoll werden nun Arbeitsabläufe für eine drohende Gefahrenlage festgelegt. Dieses Konzept beinhaltet im Wesentlichen vier große Bereiche, die es zu sichern gilt. Zum einen die Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen. Dies soll sicherstellen, dass die Bürger sich weiterhin auf ihre Regierung verlassen können und sich nicht selbst neue Gesetze schaffen. Damit einher geht der Schutz der Bevölkerung als zweite wichtige Basis.

Auch im Krisenfall soll sich die Bevölkerung auf den Schutz der Bundesregierung verlassen können. Hierfür werden viele Fachkräfte wie Ärzte, Polizei und Sicherheitsbeauftragte in den Prozess involviert. Der dritte Standpfeiler des Konzepts ist die Versorgung der Bevölkerung mit notwendigen Gütern und Leistungen. Hierunter fällt eben auch die ärztliche Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln.

Der letzte wichtige Aspekt ist die Unterstützung der Streitkräfte bei der Aufrechterhaltung der Operationsfreiheit. Fakt ist, Deutschland ist kein Land das heute ohne Vorwarnung von einer Naturkatastrophe überrascht wird. Erdbeben, Tsunamis oder Vulkanausbrüche gibt es in Deutschland nicht und wird es auch in Zukunft nicht geben. Überschwemmungen, Stromausfälle, Krieg oder Terror sind aber durchaus ein Faktor den es zu berücksichtigen gibt. Letzteres ist demnach der Punkt auf den auch der vierte Punkt des Zivilschutzprogrammes abzielt. Wie genau man sich dies nun vorstellen kann, wird wohl tatsächlich erst im Krisenfall klar. Der Aufruf nach Hamsterkäufen dient demnach dazu, die Bundesregierung in ihrem Vorhaben weitestgehend auf Bürgerebene zu unterstützen.

Krisenvorsorge Checkliste

Krisenvorsorge ChecklisteKlar ist, dass die Bevölkerung rasant wächst. Auch wenn in Deutschland von sinkenden Geburtenraten gesprochen wird, befinden sich dennoch über 81 299 878 Menschen allein in Deutschland. Tritt nun heute, unerwartet ein Ernstfall ein, dann strömen die Menschen in Massen auf die Straßen, in die Supermärkte und Großlager. Dieses Szenario führt unweigerlich zum Untergang.

Jeder gegen jeden ist dann die Devise, dies spaltet die Bevölkerung. Sind Sie versorgt und besitzen genügend Vorräte, kann Ihnen diese Tortur erst einmal erspart bleiben. Sie müssen auch nicht alle Lebensmittel und Vorräte an einem Tag besorgen, sondern sollten sich sinnvollerweise angewöhnen einfach hin und wieder zwei statt einer Packung Nudeln zu kaufen.

Immer wieder einen größeren Einkauf vornehmen und am besten auch eine Liste führen über die Dinge die Sie bereits zu genüge besitzen und jenes, was Sie definitiv noch besorgen müssen. Was genau sollten Sie also bereithalten? Im ersten Schritt sollten Sie sich eine Checkliste erstellen, in der Sie festhalten was sie besitzen und was sie benötigen. Tragen Sie in diese Checkliste auch Notfallrufnummern ein. Planen Sie Ihre Maßnahmen im Kreis der Familie, denn auch diese sollte bereits im Vorfeld informiert und instruiert werden.

Besprechen Sie Fluchtwege, Treffpunkte und Möglichkeiten der Kommunikation. Möglicherweise befinden sich im Krisenfall nicht alle Familienmitglieder Zuhause. Klären Sie wo sich die Utensilien im Haus befinden. Vorbereitetes Notgepäck, Feuerlöscher, Medikamente, Nahrungsmittel und Wasservorräte. Im Fall des Falles fällt sowohl die Strom- als auch Wasserversorgung aus und dann ist das Anlegen eines Vorrates schon zu spät. Achten Sie daher auch darauf, genügend Konserven zu lagern, denn Lebensmittel wie Brot, Reis, Nudeln oder Kartoffeln benötigen für die Zubereitung sowohl Strom als auch Wasser, Dinge die in diesem Fall unentbehrlich sind.

Was ist eine Krise?

Nicht jede Katastrophe oder Krise läuft gleich ab. Verschiedene Auswirkungen benötigen auch verschiedene, angepasste Verhaltensweisen. Im Fall eines starken Unwetters sollten Sie beispielsweise ungeschützte Orte meiden die von Hagel oder mitgerissenen Gegenständen getroffen werden könnten. Suchen Sie daher Schutz in einem Gebäude, meiden Sie allerdings Kellerräume. Diesen können je nach Stärke des Unwetters sehr schnell fluten und eine Reaktion in dieser Paniksituation ist oft nicht schnell genug. Schließen Sie alle Fenster und Türen und versuchen Sie Nutz- und Haustiere zu beruhigen, wenn Sie können.

Unwetter

Krisenvorsorge HochwasserNach dem Unwetter sollten Sie dann dokumentieren welche Schäden am Haus entstanden sind, um bei Ihrer Versicherung Schadensersatz einfordern zu können. Leisten Sie erste Hilfe wenn jemand verletzt ist und halten Sie die Person stabil bis ein Arzt eintrifft. Sollten sich im Keller aufgrund einer Überflutung gefährliche Substanzen ausbreiten, wenden Sie sich an die Feuerwehr. Die Nutzung von elektrischen Geräten ist mit äußerster Vorsicht zu genießen. Achten Sie daher darauf, dass die Geräte frei von Wasser sind.

  • Im Fall eines Feuers gilt es zu beachten, dass Sie um rechtzeitig reagieren zu können, Feuermelder und Feuerlöscher im Haus haben sollten. In vielen Mietwohnungen installieren die Vermieter diese schon im Voraus. Beim Feuerlöscher sollten Sie die Nutzdauer berücksichtigen, denn diese verlieren nach Jahren ihre Wirkung.

Krisenvorsorge FeuerFeuer

Zudem sollten Sie auch eine Löschdecke im Haus haben um kleine Brände schnell ersticken zu können oder um selbst Schutz darunter zu finden. Nutzen Sie Treppen und keine Fahrstühle, diese werden oft außer Betrieb gesetzt. Prägen Sie sich Fluchtwege gut ein. Sollten Ihre Löschversuche fehlschlagen und das Feuer sich weiter ausbreiten, schließen Sie alle Türen und Fenster, so nehmen Sie dem Feuer die Energie. Verlassen Sie das Haus auf schnellstem Weg und bringen Sie sich in Sicherheit. Je nach Schaden des Brandfalles sollten Sie danach Ihre Versicherung kontaktieren.

Hochwasser

Im Fall eines Hochwassers, wie Deutschland es 2013 in großen Teilen des Südens, Ostens und Nordens erlebt hat, können auch aus kleinen Flüssen schnell reißende Bäche werden. Auf Hochwasser kann man sich allerdings durchaus vorbereiten. Vorboten sind in den meisten Fällen starke Regenfälle in den Tagen vor dem Hochwasser. Besorgen Sie im Voraus Sandsäcke, wasserfestes Silikon oder wasserdichte Holzbretter die Sie an Türen und Kellereingängen deponieren können.

Krisenvorsorge HochwasserGiftige Chemikalien sollten nicht am Boden gelagert werden. Auch hier sollten Sie bereits über einen Vorrat an Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser verfügen, da eine Versorgung von außen oft sehr schwer umzusetzen ist. Auch Taschenlampen sollten Sie ausreichend im Haus haben. Häufig verstärkt stehendes Gewässer die Population von Stechmücken, sorgen Sie daher für Insektenschutzmittel. Informieren Sie sich regelmäßig über die derzeitige Wetterlage, dafür sollten Sie sich ein batteriebetriebenes Radio zulegen. Was auch viele Menschen vergessen ist dass der Strom ausfällt und somit die Trinkwasserversorgung ausfällt. In diesen Fall sollten Sie sich einen Wasserfilter zulegen um das derckige Wasser zu filtern.

In diesem besonderen Fall sollten Sie sich auch mit Nachbarn und der Familie absprechen. Anders als beim Feuer oder auch eines Sturms sind in diesem Fall alle Menschen in Ihrer direkten Umgebung betroffen. Unterstützen Sie sich gegenseitig. Nach dem Hochwasser ist der erste Schritt, das Wasser aus Haus und Keller abzupumpen. Informieren Sie sich hier bei Ihrer jeweiligen Gemeinde. Schalten Sie die Elektrizität erst wieder ein, wenn ein Fachmann vor Ort war und Ihnen grünes Licht gibt.

Haus Krisenvorsorge

Haus Krisenvorsorge

Trocknen Sie so schnell wie möglich um Schimmel oder Langzeitschäden am Haus zu vermeiden. Was aber tun im Falle eines Ausbruchs von Gefahrstoffen? Klar ist, dass moderne Kriegsführung keine Massentoten auf Schlachtfeldern vorsieht, sondern den Einsatz von Biowaffen. Man unterscheidet hier in erster Linie zwischen chemischen Stoffen, biologischen Stoffen und radioaktiven Stoffen. Diese Gefahrstoffe können sowohl gas- als auch dampfförmig auftreten oder ihren Weg in das Grundwasser finden. Stellen Sie selbst etwas fest, melden Sie dies sofort bei der Rettungsleitstelle (112) oder der Giftnotrufzentrale. Infomieren Sie sich bei Großereignissen über Radio oder Internet.

Chemische Stoffe können ätzend sein, explosiv oder giftig. Sie können übe die Haut, durch Nahrungsaufnahme oder die Atmung aufgenommen werden. Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten zählen zu den biologischen Gefahrstoffen. Diese werden im Normalfall durch die Schleimhäute aufgenommen. Dem können Sie durch Atemschutzmasken entgegenwirken. Radiologische oder nukleare Gefahrstoffe können bei einer Kernschmelze im Atomkraftwerk freigesetzt werden. Der einzige Schutz vor dieser Gefahr ist eine große Distanz zwischen Sich und den Ausbruchsherd zu bringen. Kellerräume bieten hier noch den besten Schutz. Im Krisenfall sollten Sie im Haus bleiben, Türen und Fenster schließen und Nachbarn informieren.

Vermeiden Sie Kerzen und das Einschalten von Klimaanlagen. Achten Sie auf die Meldungen der Polizei und verlassen Sie Ihre Umgebung erst wieder, wenn Sie die Aufforderung dazu erhalten.

Fazit

Jede Krise kann überwunden und bekämpft werden. Informieren Sie sich daher regelmäßig beim Bundesamt für Zivilschutz, verfolgen Sie aufmerksam Nachrichten und Medien. Vermeiden Sie unnötige Panikmache und bleiben Sie im Ernstfall zunächst ruhig. Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick von der Situation und handeln Sie erst dann. Die Lage in Europa ist derzeit angespannt aber nicht in einer krisenähnlichen Situation. Die Flüchtlingskrise bringt zwar viele Probleme mit sich, ähnelt allerdings in keiner Weise einer der oben beschriebenen Gefahrsituationen. Beim Zentrum für politische Bildung können Sie regelmäßige erhalten. Hier finden Sie Informationen zur derzeitigen Flüchtlingskrise, der Euro-Zone, Rettungsfonds und Europas Zukunft

 


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